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Arbeitsschutz und digitaler (Home-)Arbeitsplatz – funktioniert das?

10. Januar 2019

Rechtliche Vorkehrungen zum Schutz des Arbeitnehmers müssen an flexibles und mobiles Arbeiten angepasst werden.

Die Digitalisierung ermöglicht uns mehr Flexibilität in der Arbeitswelt. Denn egal ob im Home Office oder unterwegs – viele Jobs erlauben das Arbeiten von fast überall. Wer die Arbeitsplätze seiner Mitarbeiter jedoch digitalisiert, muss auch beim Arbeitsschutz einiges beachten.

Denn: Wer rund um die Uhr auf seine Arbeit zugreifen kann, kann es unter Umständen schwer haben, ein Ende zu finden und Ruhezeiten einzuhalten. Verschiedene Studien haben aufgezeigt, dass Arbeitnehmer, die digital und mobil arbeiten, mitunter auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten ihrer Tätigkeit nachgehen. Dabei ist die Verschmelzung von Beruflichem und Privatem auf Dauer für beide Parteien ungesund – auf Überbelastung folgen vermehrt krankheitsbedingte Ausfälle, die aufgefangen werden müssen.

Im Zuge der Digitalisierung sind Arbeitgeber verpflichtet, dafür zu sorgen, dass im Sinne des Arbeitsschutzes insbesondere die Ruhe- und Pausenzeiten eingehalten werden. Unternehmen stellen daher verstärkt betriebliche Regelungen für flexibles und mobiles Arbeiten auf, um Mitarbeiter vor Überlastung zu schützen. Wer zum Beispiel verhindern möchte, dass Mitarbeiter auch in der Freizeit E-Mails beantworten, kann auf Systeme zurückgreifen, die eine Weiterleitung von E-Mails in Abwesenheitszeiten verhindern. Darüber hinaus sollten Arbeitszeiten auch im Home Office klar geregelt werden und unter geklärt sein, wer für die notwendigen Arbeitsmittel finanziell aufkommt.