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Die Betreuung von Haustieren steuerlich geltend machen

15. Oktober 2018

Das Urteil des Bundesfinanzhofs ist nicht mehr ganz neu, doch vielen noch weitgehend unbekannt. Wer Haustiere von einer bezahlten Service- oder Aushilfskraft betreuen lässt, kann den Rechnungsbetrag steuerlich geltend machen.

Ein Ehepaar lies ihre Katze von einem Serviceunternehmen betreuen und wollte die Kosten anschließend steuerlich geltend machen. Das Finanzamt erkannte die Rechnung nicht an und bezog sich in seiner Begründung auf eine Verwaltungsanweisung des Bundesfinanzministeriums aus dem Jahr 2014. Für Tierbetreuungskosten seien keine Steuerermäßigungen nach § 35a EStG (Einkommensteuergesetz) zu gewähren. Dieser Anweisung ist der Bundesfinanzhof (BFH) in einem Urteil entgegengetreten. Die Versorgung und Betreuung eines im Haushalt aufgenommenen Haustieres sei eine haushaltsnahe Dienstleistung und dementsprechend steuerlich nach § 35a EStG zu behandeln, urteilten die Richter.

Um die Kosten für die Tierpflege steuerlich geltend machen zu können, müssen allerdings einige Dinge beachtet werden.

Die Tierpflege muss zuhause stattfinden. Kosten für Tierpensionen werden nicht anerkannt.

Die Person oder das Unternehmen, das die Pflege übernimmt, muss eine ordentliche Rechnung stellen und diese muss überwiesen werden. Bei Barzahlungen gibt es Probleme bei der Anerkennung.